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Food Fotografie für Einsteiger – Teil 2: Kamera

Spiegelreflexkamera, aber auch einige moderne Digitalkameras, haben verschiedene Kreativprogramme (Modi). Mit diesen Modi lassen sich unterschiedliche Fotoergebnisse erzielen.

Am Anfang fotografieren Einsteiger gerne mit Vollautomatik. Denn hier stellt die Kamera alle Parameter selbstständig ein und wir brauchen nur den Auslöser zu drücken. Leider entspricht das Fotoergebnis häufig nicht unseren Wunschvorstellungen. Die Farben entsprechen nicht der Realität, der Fokusbereich ist zu groß gewählt, bei schlechter Belichtung wird der integrierte Blitz automatisch ausgelöst. Das Foto verliert an Stimmung, Atmosphäre und Individualität.


Fazit: Für Food Fotografie bitte keine Vollautomatik mehr verwenden 😉 


 

Welches Kreativprogramm eignet sich für Food Fotografie?

Ich möchte nicht zu tief auf die Theorie eingehen. Daher stelle ich euch den Modus einfach in der Praxis vor. So könnt ihr eure Kamera sofort zur Hand nehmen und die Einstellungen ausprobieren.

Für Food Fotografie ist Zeitautomatik (AV -Automatik: Canon; A-Automatik: Nikon) sehr beliebt. In diesem Modus können einzelne Bereiche scharf hervorgehoben werden. Dabei werden Objekte im Hintergrund unscharf. So wird die Aufmerksamkeit auf wichtige Fotomotive gelenkt. Vor allem bei sehr unruhigen Hintergründen bringt dies Vorteile. Ist der Hintergrund unscharf kommt unsere Torte mehr in den Vordergrund.

Ein weiterer Vorteil bei Zeitautomatik liegt in der Blitzeinstellung. In diesem Programm „verschluckt“ der integrierte Blitz nicht die gesamte Atmosphäre. Denn hier wirkt der Blitz nicht als Hauptlichtquelle, sondern beleuchtet das Fotoobjekt so viel wie nötig. Dadurch erscheint das Motiv heller, der Hintergrund bleibt jedoch weiterhin unscharf.

Wie ändere ich den Fokus Bereich?

Um den Fokus Bereich zu ändern, könnt ihr eine Blendenzahl zwischen 1.4 (unscharf) bis 22 (scharf) wählen.

Dabei gilt: Je kleiner die Zahl neben F (Blendenzahl) desto kleiner ist der Fokusbereich und desto unschärfer wird der Hintergrund.
Je größer die Zahl neben F (Blendenzahl) desto größer ist der Fokusbereich und desto schärfer wird der Hintergrund.

 

Unscharfer Hintergrund auch bei Handy Aufnahmen möglich

Der gleiche Effekt kann auch mit einem Handy erreicht werden. Dafür sollte das Fotomotiv so weit wie möglich vom Hintergrund und so nah wie möglich mit dem Handy fotografiert werden.


Fazit: Experimentiert mit dem Fokus! Zum Üben eignen sich schon kleine Motive (z.B. Apfel, Muffin). 


 

Mein liebstes Kamera Objektiv für Food Fotografie

Ganz am Anfang habe ich mit einem Standardobjektiv (Universalzoom-Objektiv EF-S 18-55mm) fotografiert. Häufig habe ich mich geärgert, dass die Bildwirkung durch das Objektiv verzerrt erscheint. Außer dem hatten die Bilder nicht die gewünschte Atmosphäre ausgestrahlt. So ähnlich verhalten sich die Kameras in unseren Handys.

Also habe ich mich für ein Porträt Objektiv (EF 50mm) entschieden. Und siehe da, die Farben, die Atmosphäre und die Bildwirkung wurden um einiges besser! Dies war für mich der Schlüssel für schönere Bilder.


Fazit: Auch die Wahl des Objektives spielt eine große Rolle für das Fotoergebnis. 


Experimentiert mit dem Fokus. Lasst vor allem bei Handyfotografie genügend Abstand zwischen Fotoobjekt und Hintergrund.

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In den nächsten Artikeln geht es weiter mit den Basics der Food Fotografie.

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