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Food Fotografie für Einsteiger – Teil 1: Licht

Food Fotografie wird immer beliebter. Egal ob für eigenen Blog, Webseite, Facebook, Instagram oder einfach nur für sich zur Erinnerung. Schöne und ansprechende Fotos spielen immer eine große Rolle. Stimmungsvolle Bilder vermitteln Emotionen. Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven lenken unseren Blick.

Schöne Food Fotografie Bilder kann man nicht nur mit einer professionellen Kamera machen. Auch mit einem Handy können gute Ergebnisse erzielt werden.

 

Gutes Licht für gelungene Food Fotografie!

In diesem Teil der Food Fotografie für Einsteiger geht es um die Belichtung. Denn gutes Licht beim Fotografieren ist ein wesentlicher Faktor für helle und klare Bilder. Man kann sowohl mit natürlichem als auch mit künstlichem Licht arbeiten. Ich bevorzuge immer natürliches Licht. So werden Farben maximal naturgetreu und ohne Farbstich wiedergegeben.

Auf dem linken Foto ist zu erkennen, wie künstliches Licht dem Foto einen Gelbstich verleiht. Die Farben des Muffins sind nicht naturgetreu. Außerdem hat das Foto wegen mangelndem Licht schlechte Qualität. Auf dem rechten Foto ist der Muffin bei Tageslicht und mit zwei Reflektoren (s.u) fotografiert. Die Fotoeinstellungen an der Kamera habe ich nicht geändert.


Tipp von VanilleTanz: Für schöne Bilder brauchen wir ein weiches, diffuses Licht. So wird das Objekt gleichmäßig beleuchtet und es entstehen keine harte Schatten und Kontraste. Direkte Sonne oder direktes Licht müssen also gemieden werden. Dafür ein dünnes Blatt Papier, weißes Backpapier, weißen Stoff oder Diffusor zwischen Lichtquelle und Objekt platzieren. 


Fazit: Sorgt für ausreichend Belichtung bei der Fotografie und vermeidet Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen. Fotografiert immer mit weichem, diffusen Licht! Wenn notwendig, direktes Licht mit einem Diffusor streuen. Dieses Prinzip gilt auch, wenn ihr Abends mit Hilfe einer Lampe fotografiert. Damit es keine harten Schatten gibt, befestigt vor der Lampe mit etwas Abstand ein dünnes Blatt Papier (z.B helles Backpapier).

Auf den Fotos habe ich an der Kameraeinstellung nichts verändert und auch keine Reflektoren (s.u.) benutzt. Der Einzige Unterschied liegt im Diffusor am Fenster. Links sind durch direktes Licht harte Schatten und Überbelichtung entstanden. Rechts sind vorhandene Schatten durch gestreutes Licht weich und der Muffin ist gleichmäßig beleuchtet.

 

Woher kommt das Licht?

Das Objekt kann aus unterschiedlichen Richtungen belichtet werden: seitlich (Streiflicht), frontal und hinter dem Objekt (Gegenlicht: das Licht leuchtet in unser Gesicht).

Von links nach rechts: Seitenlicht, frontales Licht, Gegenlicht

Frontales Licht ist für uns nicht empfehlenswert, da er meistens zu aktiv ist. Dadurch werden Bilder häufig überbelichtet. Aber auch der Schatten des Fotografen stellt ein Problem dar. Zum frontalen Licht zähle ich auch den integrierten Blitz eurer Kamera/Handy. Diese sind häufig zu stark. So wird das Objektes überbelichtet und die ganze Atmosphäre „geschluckt“. Also halten wir fest, dass wir unseren integrierten Blitz vorerst für unsere Tortenfotos nicht benutzen.

Meistens wird Gegenlicht und Seitenlicht für die Food Fotografie verwendet. Beim Gegenlicht kommt man jedoch selten ohne Reflektoren aus. Keine Sorge, wenn euch kein Reflektor zur Verfügung steht, könnt ihr ihn schnell und einfach selber machen.

 

Reflektoren selber machen

Um ein Reflektor selber herzustellen, braucht ihr zwei Kartons, Teppichmesser, weißes Papier, Klebeband, Schere und ein paar Wäscheklammern. Mit Hilfe eines Teppichmessers je ein Rechteck aus dem Karton ausschneiden. Anschließend weißes Papier mit Klebesteifen auf den Karton befestigen. Die Wäscheklammern dienen als Stütze für die Reflektoren.

 

Reflektoren in der Food Fotografie richtig nutzen

Man kann ein bis drei Reflektoren benutzen. Ich verwende meistens einen großen professionellen Reflektor. Als Reflektoren eignen sich aber auch weiße PVC Platten, Acryl Platten, Styroporplatten.

 

Seitenlicht / Streiflicht Fotografie

Bei Seitenlicht platziert den ersten Reflektor gegenüber der Lichtquelle und so nah wie möglich an das Objekt. Der Reflektor ist richtig platziert, wenn das Objekt durch den Reflektor aufgehellt wird. Nun sind weniger Schatten auf dem Objekt vorhanden. Den zweiten Reflektor positioniert ihr so, dass das Objekt auch von vorne aufgehellt wird.

 

Gegenlicht Fotografie

Bei Gegenlicht verfahren wir ähnlich wie bei Seitenlicht Fotografie. Wir stellen zwei Reflektoren gegenüber der Lichtquelle, seitlich vor dem Objekt. Den richtigen Winkel erkennt ihr daran, dass das Objekt von allen Seiten gleichmäßig beleuchtet ist und kaum Schatten aufweist.

 

In der Praxis

Sucht euch einen hellen Platz. Meistens ist es neben einem Fenster oder einer Balkontür. Baut euch dort ein kleines Fotostudio auf. Dafür könnt ihr einen kleinen Tisch, oder mehrere Stühle und eine große helle Platte benutzen. Das Fotoobjekt positionieren. Die Reflektoren entsprechend der Richtung der Lichtquelle aufstellen. Achtet nun darauf, dass das Fotoobjekt gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Bei direktem Licht klebt ein weißes Blatt Papier, Backpapier, dünnes weißes Tuch o.ä. als Diffusor auf das Fenster. Damit wird das direkte Licht gestreut. Nun sollten keine harten Schatten mehr vorhanden sein.

Experimentiert mit dem Licht und habt Spaß daran die Kunst der Fotografie für sich zu entdecken.

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In den nächsten Artikeln geht es weiter mit den Basics der Food Fotografie.

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